Rota-Therapie
Entwicklung in Bewegung
Was ist die Rota-Therapie?
Die Rota-Therapie ist ein neurophysiologisches Behandlungskonzept, das sich an den Grundlagen der motorischen Entwicklung orientiert. Das zentrales Element in der Rota-Therapie ist die Rotation in der Wirbelsäule und im Raum. Ziel ist es, sich koordiniert und ohne störende Reflexmuster zu bewegen. Damit sind sowohl Restreaktionen frühkindlicher Reflexe als auch auffällige, später erworbene Bewegungsmuster gemeint.
Rotatorische Bewegungen beeinflussen die zentrale Tonusregulation (Spannungsverhältnisse in der Muskulatur), die bei vielen Entwicklungsbesonderheiten und neurologischen Krankheitsbildern eine zentrale Rolle spielt.
Die Therapie arbeitet mit einfach umsetzbaren Bewegungsübungen, die sowohl von den Patientinnen und Patienten selbst als auch von Eltern oder Angehörigen erlernt werden können. Bei Säuglingen und Kleinkindern finden die Übungen meist auf dem Schoß statt, bei älteren Kindern und Erwachsenen auf dem Boden, im Bett oder auf der Behandlungsliege – je nach Situation und Bedarf.
Ein zentrales Ziel ist die Förderung der Kopfkontrolle und damit eine stabile Aufrichtung gegen die Schwerkraft – sei es beim Krabbeln, Sitzen oder Gehen. Die dafür nötigen Basisfähigkeiten werden durch die Rota-Therapie sowohl im therapeutischen Setting als auch im Alltag gezielt unterstützt.